Der Phu Phrabat ist eine tafelförmige Anhöhe, die von weitem sichtbar ist, obgleich sie nur um die 120-160 Höhenmeter aufragt (die Höhe über dem Meeresspiegel beträgt etwa 320-350 Meter). Während sie von Süden her markant ansteigt, endet sie im Norden vorwiegend in steil bis senkrecht abfallenden Felswänden und -klippen.
 
Der Phu Phrabat Historical Park wurde offiziell mit der Veröffentlichung in der Royal Gazette Nr. 98, Abschnitt 63 vom 28. April 1981 eingerichtet.
 
Für die Öffentlichkeit zugänglich wurde er 1989. Auf einem schön angelegten Rundweg kommt man zu allen wichtigen Felsen und zu mehreren Aussichtspunkten.
 
Am 26. Juni 1992 wurde der Park von Prinzessin Sirindhorn  offiziell eröffnet.
 
2004 wurde er der historische Park zusammen mit dem 1996 eingerichteten Waldpark von der UNESCO auf die Liste der als Weltkulturerbe vorgesehen Orte eingetragen.
 
Die örtliche Bevölkerung der Neuzeit brachte die Felsformationen mit einer regionalen folkloristischen Überlieferung in Verbindung, und bezeichnete die einzelnen Objekte mit
entsprechenden Namen.
 
 
Man bezog die sagenhafte Legende von Nang Usa und Thao Barot  auf dieses Gebiet, und so trägt dieser Felsen den Namen Ho Nang Usa.
 
Die Legende dreht sich um einen König (Phaya Kong Phan), seine sagenhaft schöne Tochter (Nang Usa), einen Einsiedler (Ruesi Chantra)
und den verliebten Prinzen eines anderen Königreichs (Thao Barot).
 
Der charakteristische Felsen wird als Wahrzeichen der Provinz Udon Thani verwendet und als Postkartenmotiv sowie als miniaturisierte Nachbildung als Souvenier angeboten.
 
Einige Felswände wurden in späterer Zeit – in der Dvaravati- und Lopburi-Epoche – mit Flachreliefs von sitzenden und stehenden Buddhas versehen.
Vermutlich dienten sie als klösterliche Einsiedeleien. Ab dem 9. Jahrhundert sollen sich Khmer-Völker hier niedergelassen haben
 
Mit dem Aufkommen des Hinduismus und Buddhismus begannen die Menschen religiöse Stätten zu errichten.
Die Steinformationen wurden weiterbearbeitet und zu kleinen Tempeln und Meditationsräumen ausgearbeitet
 
Der Sarg des Schwiegervaters - Heesoap Porta
 
Natürlich hat diese Zuweisung in Wirklichkeit nichts mit den Felsformationen zu schaffen, aber sie ist inzwischen fest in der Vorstellung der Bevölkerung verwurzelt.
 
Tempel des Vaters Wat Porta
 
Wat Porta besteht aus zwei grossen Formationen, bei denen jeweils ein grosser Stein auf einem kleineren Menhir ruht und so eine natürliche Überdachung geschaffen wird.
Die Wände und der Boden sind aufwendig bearbeitet und ausserhalb der Überdachungen findet man Löcher, von denen man annimmt, dass sie für hölzerne Pfosten gedacht waren,
so dass das gesamte Areal überdacht und Räume abgeteilt waren. In der Umgebung fand man die Reste verschiedener Buddhastatuen, von denen man annimmt,
dass sie einst in dem Areal aufgestellt waren und später zerstört wurden.
 
Der Sarg  Thao Baros
 
Auch diese tischförmige Formation weist Spuren menschlicher Bearbeitung auf. Vermutlich diente auch sie als Meditationszelle.
In der Legende ist dies der Ort, an dem Tao Baros beigesetzt wurde, nachdem er an gebrochenen Herzen gestorben war
 
In der Legende von U-sa und Tao Baros ist die der Meditationsplatz, den U-sas Vater errichten liess, der jedoch aufgrund der List von Tao Baros nicht fertiggestellt wurde.
 
Da der Sandstein ziemlich leicht zu bearbeiten war, wurden aus Felsen Räume herausgeschnitten, um Unterstände zu schaffen.
Später, in den frühen Tagen des Buddhismus wurden die Felsformationen von reisenden Mönchen als Unterschlupf genutzt.
 
Bei diesen Felsformationen muss man sich fragen, wieviel hat die Natur, und wieviel hat der Mensch beigetragen
 
Irgendwann um das Jahr 1.000 n. Chr. zog es auch Angehörige der Mon Dvaravati-Zivilisation in die Gegend. Sie stellten um viele der grössten Felsformationen
hohe Steinmarkierungen her,  die darauf hindeuteten, dass die „balancierenden“ Felsbrocken als heilig galten.
 
Die Stätten wurden möglicherweise für religiöse Zeremonien mit einer Mischung aus animistischen, hinduistischen und buddhistischen Riten verwendet
 
Prähistorische Felsmalereien
 
Vor drei- bis viertausend Jahren malten Menschen mysteriöser Herkunft Bilder von Tieren, menschlichen Figuren und geometrischen Mustern auf viele der Grotten,
wobei die bekanntesten in Tham Wua und Tham Khon zu finden sind .
 
Tham Khon - Höhle der Menschen
 
Felsmalereien sind ein Genre der Felsbilder, die nur mit Farbe ohne zusätzliche Eintiefungen auf die Felsoberfläche gemalt sind.
 
Gemalt wurde mit Pigmentfarben, vor allem rotem, gelbem oder braunem Ocker (Limonit), Rötel (auf Hämatit-Basis) oder einer Mischung aus beiden Mineralstoffen.
 
Tham Wua - Höhle der Rinder
 
Eine grossartige Aussicht bis weit nach Laos
 
Wegbeschreibung:
 
So gelangen Interessierte zum Phu Phrabatt. Von Udon Thani auf der Strasse Nr. 2 - Mittraphap Road - ca. 12 km bis zur Abzweigung der Strasse 2021.
Dann links auf der 2021 ca. 60 km. bis zum Historischen Park.
 
Directions:
 
From Udon Thani on Road number 2 - Mittraphap Roas - approx. 12 km to the junction of road 2021. Then left on 2021
approx. 60 km to the historical Park
 
Koordinaten: 17.73108, 102.35760  Öffnungszeiten 08.30h bis 16.30h  Tel. +66 42 251 35 02
 
Fotos by Beny Werder